Albanien mit dem Wohnmobil: Zurück nach Deutschland Teil 2

Unser Weg zurück von Griechenland nach Deutschland führt uns nach Albanien. Wunderschöne Landschaft, aber dieser MÜLL!
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Albanien mit dem Wohnmobil von Griechenland zurueck nach Deutschland teil 2
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Wir waren vorher noch nie in Albanien. Also hatten wir wie bei den meisten unserer Reiseziele keine Ahnung,was uns erwartet. Tatsächlich sind uns bei unserem kurzen Aufenthalt eher die negativen Seiten des Landes im Gedächtnis geblieben. Wenn Du den ersten Teil unserer Reise zurück nach Deutschland verpasst hast, dann schau einfach mal hier.

Als wir gerade über die Grenze von Krystallopigi (Griechenland) nach Bilisht (Albanien) kommen, bin ich schon etwas überrascht. Die Landschaft ist wirklich malerisch. Die Bergkulisse ein Traum und Albanien präsentiert sich ganz anders als erwartet. Etwas ungewoht wirkt lediglich, dass so ziemlich an jeder Ecke Autowäschen angeboten werden. Überall wo Wasser aus dem Boden kommt, werden die Fahrzeuge einshampooniert und vom Dreck befreit. Bei uns in Deutschland inzwischen undenkbar, dass das Auto außerhalb dafür vorgesehener Stationen gewaschen wird. Besonders in der Gebirgsregion Albaniens vermutlich eine der wenigen Einnhamequellen für die Einheimischen.

Was uns neben dem recht schnell, trotz malerischer Landschaft, auffält. DER MÜLL!

Ob Berg, Tal, Straßenrand oder Fluss, Albanien hat ein wirklich gravierendes Müllproblem. Und dabei handelt es sich in den meisten Fällen um Kunststoff. Nicht selten findet man alte Farbeimer oder Motorölbehälter. Egal wohin wir fahren, selbst bei der Suche nach einem Übernachtungsplatz an der abgelegensten Ecke im Hinterland, dieses Thema verfolgt uns.

Obwohl wir keine Anhänger der modernen Vorstellung von „Wir machen von heute auf morgen die ganze Welt grün“ sind, ist das hier doch ein Thema, was man recht schnell greifen kann. Umso verwunderlicher, dass die europäische Politik mehr den Ansatz der Nachhaltigkeit in Lädern außerhalb Europas sucht, während auf dem eigenen Kontinent zahlreiche Länder in Plastikmüll und ugefilterten Abgasen zu ersticken drohen.

Wir haben es uns zur Eigenheit gemacht, die Plätze die wir besuchen, immer etwas sauberer zu hinterlassen als wir sie vorgefunden haben. In Albanien strecken wir die Waffen. 

Albanien, ein Traum mit dem Wohnmobil?

Wir können natürlich nicht für ganz Albanien sprechen und haben auch von anderen Reisenden schon eindrucksvolle Bilder an wunderschönen Stränden gesehen.

Unsere Route führt uns von Bilisht nach Tirana und von dort rüber an die Küste. Auch hier bietet sich ein verheerendes Bild. Wir sind inzwischen an zahlreichen Stränden in Europa gewesen. In Meernähe ist Müll eigentlich immer vorhanden, da er angeschwemmt wird. Das Bild hier ist allerdings ein anderes. Der Müll sieht keineswegs angeschwemmt aus und hinterlässt, egal woher er nun stammt, einen bitteren Beigeschmack. Wie kann man nur so mit dieser schönen Natur verfahren.

Wir übernachten an einem Strand. Fühlen uns aber zum ersten Mal in vier Jahren furchtbar unwohl. Nun würde ich an dieser Stell jedoch nicht alles auf das Land selbst schieben wollen. Es ist mehr eine Mischung aus schlechtem Wetter, einer langen Suche nach einem geeigneten Übernachtungsplatz und dem eingangs beschriebenen Müllproblem, auch und besonders hier am Strand. Irgendwie zieht es uns im Gesamten runter. Besonders die Tatsache, dass Menschen solche Orte so verschandeln und vermüllen können ist ein zusätzlicher Faktor zur eher unschönen Stimmung.

Würden wir persönlich Albanien als Reiseziel mit dem Wohnmobil empfehlen? Ein ganz klares Nein! Vielleicht waren wir zur falschen Zeit an den falschen Orten, aber aus unserer jetzigen Sicht würden wir Albanien nicht gezielt ansteuern. Neben dem allgemeinen Zustand des Landes konnten wir auch nur extrem schwierig einen Platz zum Übernachten finden. Wir sind zahlreiche Plätze auf unserer Route angefahren, entweder existierten sie nicht oder waren nicht mehr zugänglich. So bin ich bei der Anfahrt zu einem Platz in eine herunterhengende Oberleitung gefahren. Es war dunkel, kein Hinweis auf den Zustand der Abfahrt und schwupp hängt man mal im Hochspannungskabel um dann herauszufinden, dass der Weg dahinter gesperrt ist. Somit war Albanien auch das aller erste Land, bei dem ich sobald es dunkel wird, keinen Meter mehr fahren würde. 

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Ein wichtiger Hinweis, der nicht fehlen sollte

Diese Kritik an Albanien bezieht sich auf keinen Fall auf Einheimischen selbst. Die persönlichen Begegnungen, die wir in der kurzen Zeit machen konnten waren überaus freundlich und absolut hilfsbereit. Über die Mentalität der Menschen in diesem Land können wir also nur Positives berichten.

Es ist uns an dieser Stelle auch etwas rätselhaft, warum dieses Land, welches sich mitten in Europa befindet, keine ausreichende Unterstützung erhält, Teil der Gemeinschaft zu werden. Die Geschichte im Süd-Osten Europas ist nun einmal in fast allen Ländern sehr bewegt, wobei einige mehr oder minder auf der Strecke geblieben sind. Sollte es nicht oberstes Ziel der EU sein, auch solche Länder abzuholen? Vorallem da derzeit die Millarden für alle möglichen Projekte wie Konfetti durch die Luft fliegen.

Im Übrigen dürfte man eine ähnliche Forderung auch für Bulgarien, den Grenzposten der EU hin zur Türkei, stellen.

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Hi, ich bin Alex. Seit 2018 lebe, reise und arbeite ich mit meinen beiden Hunden als digitaler Nomade vollzeit im Campervan. Auf dieser Seite teile ich meine Erfahrungen. Dabei möchte ich Dir möglichst authentische Eindrücke zum Thema vermitteln und nehme Dich mit auf meine persönliche Reise. Sofern Du an einer Community zum Thema Vanlife interessiert bist, dann solltest Du hier vorbei schauen:

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